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Der ASM-„Herbstwind“ bläst auch dieses Jahr wieder. Und wie!

Zwei „Herbstwind“-Jubiläumskonzerte mit Uraufführung

Herbstwind nennt sich das überregionale Orchester des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes für Musikerinnen und Musiker im „besten Alter“.

Konkret bedeutet dies, dass man mindestens 50 Jahre alt sein muss, um in diesem Orchester mitspielen zu dürfen. Die „Jüngsten“ der rund 60 Musikerinnen und Musiker in dieser Saison sind dies auch, wobei das Höchstalter ein Musiker mit stolzen 87 Jahren bildet. Bereits seit 10 Jahren trifft sich das Herbstwind-Ensembles. Viele Mitglieder gehören seitdem zur festen Stammmannschaft und kommen aus dem gesamten ASM-Gebiet vom Allgäu bis ins Ries. Zu diesem kleinen Jubiläum geben die Musikerinnen und Musiker um ASM-Bundesdirigent Thomas Hartmann in diesem Jahr nicht nur zwei Konzerte, sondern haben dabei auch noch eine Uraufführung im Gepäck. Die ersten Proben sind schon längst gelaufen, denn das ASM-Projektorchester „Herbstwind“ beschränkt sich seit einigen Jahren nicht auf ein zentrales Wochenende, sondern trifft sich schon ab dem Frühjahr zu mehreren Probentagen. Das trägt natürlich dazu bei, dass der Zusammenhalt der Musiker gestärkt wird.

Bundesdirigent Thomas Hartmann
Bundesdirigent Thomas Hartmann

In diesem Jahr gibt es sogar ein zusätzliches Wiedersehen, denn ein lang gehegter Wunsch des Orchesters wird wahr: Erstmals gibt es ein zweites Konzert, bei dem die Ergebnisse der Arbeit des ganzen Jahres präsentiert werden. Eine Woche nach dem traditionellen Konzerttermin am Ende des Probenwochenendes (1. Oktober, 16.00 Uhr in der Festhalle in Benningen) wird das Orchester ein zweites Konzert geben. Zwei Orchestermitglieder stammen aus Ellgau und haben vorgeschlagen, ein weiteres Konzert in der dortigen Mehrzweckhalle zu geben. Diesen Vorschlag nahmen die Verantwortlichen gerne auf, und so können sich die Fans des „Herbstwind“-Orchesters auf ein zweites Konzert am 8. Oktober um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Ellgau freuen.

Das Programm wird Bundesdirigent Thomas Hartmann zufolge wie immer eine bunte Mischung aus konzertanten, modernen, aber auch traditionellen Stücken sein. In diesem Jahr gibt es aber eine echte Besonderheit: Das „Herbstwind“-Orchester darf eine Uraufführung auf die Bühne bringen. „Allgäu – wo Dein Glück den Gipfel trifft“ heißt die Marschpolka von Andrea Lerpscher, die das Orchester in Benningen und Ellgau spielen wird. Genau genommen ist das Stück sogar eine doppelte Premiere, denn für die Komponistin ist es der erste Kontakt mit einem Blasorchester. "Das Stück ist grob 2020/2021 entstanden. Ich wollte etwas über das Allgäu schreiben – erst kam der Text, dann die Musik“, verrät die Komponistin. Andrea Lerpscher selbst singt und spielt Steirische Harmonika. Die erste Fassung der Marschpolka schrieb die Musikern folgerichtig für sich selbst. „Mir ist eine tolle Melodie eingefallen und auch beim Publikum ist das Stück richtig gut angekommen! Ich selbst bin ebenfalls ganz verliebt in das Stück – aber mir war von Anfang an, als würde die Musik mir sagen: ›Ich möchte von der Blasmusik gespielt werden!‹“, lacht die Künstlerin. So etwas habe sie noch nie erlebt. „Nach einem Konzert kam eine Dame auf mich zu, die mir das bestätigte. Sie sagte, sie habe die ganze Zeit eine Blasmusik spielen gehört und fragte, ob es eine Blasmusikversion davon gäbe. Weil ich das verneinte, stellte sie einen Kontakt zu einem sehr guten Blasmusik-Arrangeur her, der ebenfalls aus dem Allgäu kommt.“ So sei eins zum anderen gekommen.

In Benningen und Ellgau wird die Komponistin selbst als Sängerin mit dem „Herbstwind“-Orchester auf der Bühne stehen.

Der Eintritt ist übriges frei, Spenden im dafür vorgesehenen Körbchen sind nach dem Konzert jedoch gerne gesehen.